
I was born in Saint Petersburg and grew up there with many books, albums, film and music cassettes. My mother was a piano teacher and my grandmother an oral surgeon. Following the wishes of my family I tried to become a dentist, but I dropped out after 2 years of medical studies.
I was fascinated by film and theatre, there I could find all the things that really interested me: visual and performing arts, music and literature, and above all – the people, with their stories, worldviews and their “outward appearances”. Thanks to the film by Jos Stelling “The Illusionist” I chose my profession – costume designer.
Inspired by the music of Einstürzende Neubauten, articles about Pina Bausch and the films of Fassbinder and Wenders, I went to Germany to study costume design in the class of Professor Maren Christensen at the University of Applied Sciences and Arts in Hanover. As Russian heritage, I took works by Pelevin, Tarkovsky and Charms. I completed my studies in 2008 with the project on Shakespeare’s “King Lear”.
My first position as an assistant costume designer took me to Oberhausen, a city I first had to search for on the map. But it was also here that I met so many wonderful people and started to oversee my own projects. In 2011 I began working as a freelance costume designer. For the productions of Jean Renshaw, Martin Kindervater, geheimagentur, Jasper Brandis, Peter Waros, Thomas Tiberius Meikl, Michaela Kuczinna, the theatre label Free Radicals and Epikur Hotel at the Theater Oberhausen, Theater Bonn, Stadttheater Fürth, Westfälisches Landestheater, Theater Pforzheim and Schauspiel Wuppertal I have designed already hundreds of costumes. A surprise and a great joy was for me the Oberhausen Theatre Prize 2013.
I have been able to live out my passion for film, in particular for the auteur cinema and the art house, in the films of Joaquim Casalprim el Suarez, Christian Zipfel, Dennis Kacs and Samuel Pleitner. The most recent film production from Kassel, will premiere in autumn 2018, this time a real crime thriller…
Due to my own personal experience as a mother of two, I appreciate being able to work on productions for children. Everything we experience in childhood has a profound influence on our consciousness. The perception of a child is clear and intense; it’s imagination boundless, so it is fascinating and an honourable to explore the connections between the invented worlds and the real one with the most stringent and honest of spectators.
Please do not mistake me for another Anna Ignatieva, who works as an illustrator. We are two different people and go two different ways.
Finally, I would like to thank all those people who have inspired and motivated me with their intelligence, sensitivity, courage and humor and taught me to perceive this endless world as a home,
and I would like to thank you for your attention!
Sincerely,
Anna Ignatieva
ÜBER MICH
Ich wurde in Sankt Petersburg geboren und bin dort als Tochter einer Klavierlehrerin und Enkelin einer Kieferchirurgin mit vielen Büchern, Alben, Film- und Musikkassetten aufgewachsen. Dem Wunsch der Familie entgegenkommend versuchte ich Zahnärztin zu werden, brach aber nach 2 Jahren das Medizinstudium ab.
Ich war fasziniert von Film und Theater, dort konnte ich all das finden, was mich wirklich interessierte: bildende und darstellende Kunst, Musik und Literatur und vor allem – die Menschen, mit ihren Geschichten, Weltbildern und ihrem “Äußeren”. Dank dem Film von Jos Stelling “Der Illusionist” traf ich meine Berufswahl – Kostümbild.
Inspiriert von der Musik der Einstürzenden Neubauten, von Zeitungsartikeln über Pina Bausch und den Filmen von Fassbinder und Wenders ging ich nach Deutschland, um in der Klasse von Professorin Maren Christensen an der Fachhochschule Hannover Kostümbild zu studieren.
Als russisches Erbe nahm ich Werke von Pelevin, Tarkowskij und Charms mit.
Mit der Diplomarbeit “King Lear” von Shakespeare absolvierte ich das Studium im Jahr 2008.
Meine Postdiplomassistenz führte mich nach Oberhausen, eine Stadt, die ich zuerst auf der Landkarte suchen mußte; aber genau hier lernte ich so viele wunderbare Menschen kennen und fing an, meine eigenen Kostümbildentwürfe zu schaffen. Seit 2011 arbeite ich selbstständig. Für die Inszenierungen von Jean Renshaw, Martin Kindervater, geheimagentur, Jasper Brandis, Peter Waros, Thomas Tiberius Meikl, Michaela Kuczinna, Theaterlabel Freie Radikale und Epikur Hotel habe ich am Theater Oberhausen, Theater Bonn, Stadttheater Fürth, Westfälischen Landestheater, Theater Pforzheim, Schauspiel Wuppertal inzwischen schon hunderte von Kostümen entworfen. Eine Überraschung und eine große Freude zugleich war für mich der Oberhausener Theaterpreis 2013.
Meine Liebe zur Filmkunst, insbesondere zu dem Autorenfilm und dem Arthaus, konnte ich bis jetzt in den Filmen von Joaquim Casalprim el Suarez, Christian Zipfel, Dennis Kacs und Samuel Pleitner ausleben. Die letzte Spielfilmproduktion “EneMe” aus Kassel wird ihre Premiere im Herbst 2018 feiern, diesmal ein richtiger Kriminalfilm…
Aus meiner existenziellen Erfahrung einer zweifachen Mutter schätze ich die Arbeit an den Produktionen für Kinder sehr. Alles in der Kindheit Erlebte prägt das Bewusstsein sehr tief. Die Wahrnehmung eines Kindes ist ungetrübt intensiv, die Vorstellungskraft enorm, deswegen ist es so faszinierend und achtbar, mit den strengsten und ehrlichsten Zuschauern die Zusammenhänge der Wirklichkeit zu erforschen.
Verwechseln Sie mich bitte nicht mit einer anderen Anna Ignatieva, die im Bereich Illustration tätig ist. Wir sind zwei verschiedene Menschen und gehen zwei verschiedene Wege.
Zum Schluss möchte ich mich bei all denjenigen Menschen bedanken, die mit ihrer Intelligenz, Sensibilität, ihrem Mut und Humor mich begeistert und motiviert haben, die mir beigebracht haben, diese unendliche Welt als Zuhause zu empfinden,
und ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!
Herzlichst,
Anna Ignatieva
